Im Karussell der Emotionen kommt man leicht aus dem Gleichgewicht. Das Bild zeigt Krieger mit Schildern, die auf einen ans Kreuz Geschlagenen blicken. Daneben sind zwei leere Kreuze. Wer wurde dort ans Kreuz geschlagen, Freund oder Feind? Der Gekreuzigte ist nackt und weiß, die Farbe der Unschuld. Sieg oder Niederlage? Die Stadt liegt hinter dem Gekreuzigten. Wenn der Sieger die Geschichte schreibt, sind die Verlierer die Schuldigen. Schuldzuweisungen sind die Rache der Sieger und es gibt keine Versöhnung. Sportkämpfe kennen die Siegerehrung, es sind Feste, die man feiern kann, aber jede Sucht versetzt Dich in einen Rausch. Der Blutrausch der Macht ist giftig und in jedem Rausch verlierst Du die Kontrolle. Deine Gefühle fahren Karussell mit Dir, Du verlierst die Übersicht. Steigst Du aus und wirst wieder nüchtern, siehst Du, was Du angerichtet hast. Du siehst, wer an Deiner Tafel sitzt, um die Beute mit Dir zu teilen. Dann jedoch musst Du den angerichteten Schaden wieder beseitigen und aufräumen.


Wenn Du die Übersicht verlierst, bist Du kein guter Stratege. Opfer gibt es auf beiden Seiten. Emotionen, die Du aufbaust, musst Du wieder beseitigen. Das Karussell geht immer rundherum, denn Sieger sind oft die Besiegten. Ein guter Führer braucht Freunde und Diplomaten, die ihm vertrauen. Katastrophen können ausbrechen; sie sind unkontrollierbar. Der Wiederaufbau erfordert die Kraft und Bereitschaft, auch wenn Du sie nicht verschuldet hast, denn die einzige Freiheit, die Du hast, ist daran zu glauben, dass Du frei bist. Wenn Du nicht bereit bist, kleine Probleme zu bewältigen, kannst Du den Schicksalsschlägen nicht entgehen.




Kommst Du dahin, wo Du herkommst, ohne weiterzukommen, hast Du nichts dazugelernt.