Um das Rätsel des Bildes zu lösen, brauchst Du die Veränderung des Standpunktes. Die Malerei kann in ihren koexistierenden Kompositionen nur einen einzigen Augenblick der Handlung nutzen, woraus die vorhergehende und folgende Zeit auch begrifflich werden können. Wie gelangen wir zur Vorstellung in Zeit und Raum? Erst betreten wir Teile und endlich das Ganze. Unsere Sinne haben eine Schnelligkeit, wenn wir uns einen Begriff von einem Bild bilden. Dem Auge bleiben die betrachteten Teile ständig gegenwärtig. Zeit löst sich im Raum Ã? der Raum löst die Zeit. So ist alles, was geschieht, symbolisch. Wir sehen im Bild eine Stadt mit vielen Stadtmauern. Sie ist menschenleer. Eine schwarze Gestalt steht im Stadttor. Welche Stadt ist es, denn Du bist unsicher. Hast Angst zu fragen und einzutreten. Er ist ein Pilger wie Du, auf der Suche nach der Heiligen Stadt. Sie liegt vor Dir. Es ist der Salomonische Tempel des weisen Königs. Er ist berühmt durch das Salomonische Urteil. Bei der Zuschreibung eines Kindes an seine echte Mutter wurde er zur Symbolfigur der Gerechtigkeit und überlebte die Zeiten.


Wenn Du Dich auf die Suche nach der Wahrheit machst, bist Du auf dem richtigen Weg, denn der Weg ist das Ziel. Der Weg der abstrakten Kunst war, Farben und Formen zu suchen und Wege zur Wahrheit zu finden.




Dein Standpunkt legt die Perspektive fest. Die Ablassverkäufer, die Dir versprechen, für Dich die Heilige Stadt zu finden, können Dir nur Steine mitbringen.