Man muss bereit sein, auch Opfer zu bringen, eine positive Umkehr des aktuellen Zustandes zu bewirken, um geistige Freiheit zu erlangen und um Erkenntnis zu gewinnen. Wem man die Luft nimmt, dem nimmt man das Leben. Nehme ich mir die Luft zum Atmen, gehe ich zu Grunde. Galgenberge gab es viele und Menschen, die sie gebrauchten. Um Menschen zu verurteilen, nahm man sich das Recht, sie zu hassen und zu hängen. Wenn ich die Liebe verlerne, hänge ich. Das Bild zeigt mir unten Pflanzen, sie streuen Samen des neuen Lebens, wenn sie reifen. Sie werden blühende Blumen oder Unkraut. Hinter dem Galgen steht ein Engel; er sieht traurig aus. Eine dunkle Gestalt löst sich in seinen Flügeln auf. Sie kehrt sich ab. Die Flügel haben die Gestalt einer Zwiebel, aus der neues Leben entstehen kann. Erst wenn ich die Hasskappe ablege, kann neue Liebe reifen. Denn wer nicht sät, wird nichts ernten. Parasiten zerstören die Ernte. Man wird Opfer bringen müssen, aber nicht Andere zu Opfern machen.


Der Gehängte glaubt an das, woran er hängt, und er hängt daran, woran er glaubt. Aber was geschieht, wenn sich der Glaube als Aberglaube herausstellt? Ist er auf dem falschen Weg, dann braucht er Hilfe. Prüfe Deinen Glauben, an dem Du hängst. Glaube nicht alles, und hänge nicht an Deiner Macht, damit Du Dich daran nicht selbst aufhängst. Richter Deiner Handlung ist die Geschichte. Sich selbst aufzuhängen, um der Ewigkeit zu entfliehen, ist nicht möglich. Du wirst Dich selbst hängen sehen und dem Schicksal nicht entgehen. Du warst nur ein Gast auf dieser Welt und musst im nächsten Leben die gleichen Probleme noch mal durchleben. Nach Dir gibt es keine Sinnflut. Opfer bringen, um einen besseren Zustand zu erreichen, ist die Freiheit des Geistes.




Wer sich selbst hängt oder Andere, verliert die Lust und die Luft zum Leben. Standpunkte schaffen Perspektiven.