Was Du auch machst, alles hat seine Konsequenzen. Auf dem Bild sehen wir zwei Türen; sie werden bewacht. Der Tod mit der Sense steht an der linken, er ist der Schnitter, der die Ernte einbringt. Auf der rechten Seite des Bildes sehen wir einen Ritter, der die Stufen zum schwarz-weiß gepflasterten Anlegeplatz bewacht. Ein Fährmann steuert ein Boot zum Horizont. Oberhalb der Türen hängt ein Angeketteter. Der Geier ist im Anflug. In der Säule zwischen den Türen ist ein kleines Loch. Wir sehen Pegasus hinter dem Loch; er fliegt über das Meer. Eine weiße Taube ist über ihm. Eine Pyramide, die sich als Ruine im Wasser spiegelt, schwebt am Horizont in der Luft. Eine Vereinsfahne ist über dem Kopf des Königs. Auf ihr ist ein Lot abgebildet. Wie ein Handwerker oder wie ein Künstler zur Vollendung eines Werkes das Werkzeug braucht, der Grund aber in der Idee seines Geistes liegt, so bedienen sich auch die im Organismus tätigen Gestaltungskräfte der Zellen des materiellen Körpers. Sie sind Lebewesen in Raum und Zeit. Im Stirb und Werde des Stoffwechsels. Das Vorgeburtliche und das Nachtodliche sind ein und dasselbe. Da die Verwesung nach dem Tode einsetzt, müssen andere Kräfte des Lebens wahrnehmbar sein. Die bildende Kunst kann Unsichtbares sichtbar und Sichtbares unsichtbar machen. Sie ist raum-, form- und zeitübergreifend.


Weiß und schwarz ist der Weg zum Ableger. Der Bauer erntet, was er gepflanzt hat. Die Kulturgeschichte war vor Dir und wird nach Dir da sein, Kunst ist der Dünger der Seele. Was bleibt, vermodert und wird zum Dünger der neuen Ernte. Du bist dem Wandel des neuen Lebens unterworfen, Dein Schicksal steckt im Wandel der Zeit fest, nimm es an. Es gibt keinen Stillstand. Seite 129 Das kleine Arkanum




Die Menschen dieser Welt schufen die Landesgrenzen. Die Grenzen des Wissens schaffst Du Dir selbst. Gedanken sind frei und grenzenlos.