Persönliche Fähigkeiten stärken den Wohlstand und das Prestige. Aber sie sind eine Gefahr für Übermut und Bequemlichkeit. Wir sehen eine Frau im grauen Gewand, das ganze Bild erinnert an die Sixtinische Madonna. Es war früher ein Altarbild, bevor es im Museum in Dresden landete. Die Frau steht in einem zerbrochenen Ei. Es könnte ein Überraschungsei aus Schokolade sein. Creme und Lippenstift sind am linken Bildrand. Ein grünes Ungeheuer rechts schlüpft aus einem Ei und beugt sich über eine Cremedose. Ein Baby liegt in einer Muschel, man sieht einen Halbmond am Hintergrund, der hinter einem Baum verschwindet. An den Seiten des Bildes befindet sich ein Vorhang. Zwei kleine Engel am unteren Rand wirken nachdenklich. Der Heiligenschein der Madonna ist schwarz. Bequemlichkeit, Wohlstand, soziales Prestige sind ihr wichtig, und das Baby in der Muschel ist gut aufgehoben. Creme und Lippenstift, um der eigenen Schönheit Ausdruck zu verleihen, lassen ihre Unsicherheit erkennen. Früher bemalten sich Krieger, um Anderen Furcht einzujagen oder zum Tanze der Feste des Rausches. Schönheit des Herzens kannst Du nicht anmalen, Bulimie ist eine Krankheit. Die Falten sind die Narben des Lebens.


Was Du wegschminkst, weil Du einem Ideal nachläufst und dem Starkult verfallen bist, bringt Dich von dem Glauben an Dich ab. Dich und Deine Einmaligkeit musst Du nicht überschminken. Dir und Anderen kannst Du nur in der Zeit des Rausches etwas vormachen. Die Zeit kannst Du nicht wegschminken. Mode wandelt ihr Gewand, aber die Zeit ist eine nackte Wahrheit. Glück zu finden und zu verwirklichen und die Zuneigung werden Dir die Möglichkeit geben, das Wesentliche zu erkennen. Erledige zuerst das Notwendige und dann das Mögliche, um Unmögliches zu schaffen.




Nicht die Äußerlichkeiten sind das Wichtige. Die Überraschung ist im Ei. Werde nicht zur Modepuppe.